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Bio lockt

Bio lockt zunehmend junge Leute

“Bio” ist ein Qualitätsmerkmal, dem Konsumenten vertrauen. Verbrauchern wollen wissen, woher ihre Lebensmittel herkommen und wie sie hergestellt werden. Dazu lässt die Bundesregierung untersuchen, bei welcher Zielgruppe die Öko-Produkte besonders ankommen – mit einem unerwarteten Ergebnis.

Bio-Lebensmittel werden bei jungen Leuten laut einer Umfrage zunehmend beliebter. Inzwischen kauft fast jeder Vierte der unter 30-Jährigen häufig Produkte aus ökologischem Anbau, wie eine aktuelle Studie im Auftrag des Bundesverbraucherministeriums ergab. Das sind neun Prozentpunkte mehr als bei einer Befragung im vergangenen Jahr.

Bei älteren Menschen gab es dagegen einen Rückgang. Unter Verbrauchern zwischen 50 und 59 Jahren greifen knapp ein Fünftel oft oder ausschließlich zu Bio-Waren. Zuletzt hatte dies noch jeder Vierte angegeben. Insgesamt stagniert der Bio-Konsum aber auf recht hohem Niveau: Zumindest gelegentlich zu Ökowaren greifen weiter drei von vier Verbrauchern.

Wichtigster Grund für Bio-Käufe ist erstmals die regionale Herkunft von Produkten vor artgerechter Tierhaltung und möglichst wenig Schadstoffen in den Waren. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) sagte: “Es muss das Ziel sein, möglichst viele Bio-Produkte regional zu erzeugen und damit auch weite Transportwege zu vermeiden.” Neben Nachhaltigkeit spiele die Stärkung der ländlichen Regionen eine wichtige Rolle.

Am meisten wird im Supermarkt Bio gekauft

Am häufigsten aus ökologischem Anbau gekauft werden der Umfrage zufolge nun Obst und Gemüse, gefolgt von Eiern und Kartoffeln. Knapp ein Drittel der Kunden greift zu Bio-Fleisch und Bio-Wurstwaren – ein Minus von sechs Punkten. Gekauft werden Öko-Lebensmittel am häufigsten in normalen Supermärkten, die 82 Prozent der Befragten nannten. Eine starke Marktposition haben auch Discounter mit 64 Prozent. Bio-Supermärkte legten im Vorjahresvergleich um vier Punkte auf 40 Prozent zu. Befragt wurden im Mai 1002 Bundesbürger ab 14 Jahren.

Einen höheren Preis für Produkte aus der Region würden demnach drei Viertel der Verbraucher zahlen. Dass Bio-Produkte weniger von Lebensmittelskandalen betroffen sind, glauben 60 Prozent der Befragten nicht.

Quelle: N-TV.de